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Ernährungsrisiko Soja

 

Sojamilch gilt als beliebtes Produkt, dessen Absatz seit 2005 um 30 Prozent gestiegen ist, so der letzte ACN-Nielsen-Bericht vom November. Was wohl an den weitverbreiteten Glauben liegt, Soja mache so alt und halte so gesund wie die Japaner.

Kurzum: Soja ist gesund, so die gängige Meinung. Zumindest bei der Kinderernährung gibt es neuerdings Zweifel seitens der Ärzte, ob es ratsam ist, Säuglingen Sojamilch einzuflößen. Denn in der Sojabohne sind Stoffe (Isoflavone), die Spätschäden an Gehirn, Geschlechtsorganen und Leber auslösen können. Welche Schäden das sind, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Jedenfalls docken die Isoflavone an die Rezeptoren ebengenannter Organe an.

An Tierversuchen ist bereits nachgewiesen worden, dass Isoflavone in hoher Dosis bei Babys krebsfördernd sein, können oder die Schilddrüsenfunktionen beeinträchtigen. Vielleicht sogar unfruchtbar machen. Es muss bei allem Respekt zur japanischen Ernährungsweise darauf hingewiesen werden, dass japanische Mütter ihren Babys keine Sojamilch verabreichen, sondern bei Ergänzungs- und Zusatznahrung zum Abstillen Kuhmilch-produkte verwenden.

Soja kann nur Babys mit Milchzuckerunverträglichkeit oder Galaktosämie verabreicht weren. Jedoch sind solche Stoffwechselstörungen nicht die Regel. Am besten ist es, Kindern unter drei Jahren überhaupt keine Sojaprodukte zum Verzehr anzubieten.

Auch Allergikern ist Soja nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Auch die Empfehlung bei Frauen in den Wechseljahren Soja zu konsumieren, um Hitzewallungen unter Kontrolle zu bekommen ist unangebracht. Es hat sich am Versuch mit weiblichen Ratten nämlich gezeigt, dass Sojahormone das Wachstum von Krebszellen beschleunigen. Deshalb ist es eine ungünstige Wahl aller Frauen in den Wechseljahren - vorallem wenn sie krebgefährdet bzw. bereits an Brust- oder Gebärmutterkrebs erkrankt sind, Soja zu konsumieren.

Dass Japanerinnen seltener an Brustkrebs erkranken, beruht auf der Vermutung, dass Soja gerade während der Pubertät eine krebsschützende Wirkung entfaltet. Es könnten jedoch auch bei den Japanerinnen andere Umstände genannt werden, wie ihr geringes Gewicht und ihre gesündere Lebensführung.

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